Alwina Weinmeister berichtet aus Los Angeles (California / USA)
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Los Angeles ist eine der faszinierendsten Städte in den USA, so heißt es. Und ich kann nur sagen, dass das absolut stimmt. Ich war 4 Wochen in der unglaublichen Stadt in Kalifornien und es war einfach nur unglaublich. Es war besser, als ich es mir je erträumt habe.

Der 11-stündige Flug war überraschenderweise angenehm. Ich habe zwar nicht viel Schlaf bekommen, dafür kam mir die lange Reise nicht mehr ganz so lang vor, wie es sich am Anfang angehört hat. Schon am Flughafen habe ich die anderen Mitglieder der Gruppe kennengelernt und mich nicht mehr so einsam gefühlt. Die Reiseleiter waren immer in der Nähe, so dass man immer einen Ansprechpartner hatte. Als wir dann endlich aus dem Flugzeug ausgestiegen sind, mussten wir uns dem Papierkram widmen. Doch ich hatte mir die Einreise viel zeitaufwendiger und stressiger vorgestellt.

Nachdem wir ziemlich schnell unsere Koffer hatten und in Gruppen aufgeteilt worden sind, ging es auf zum Kursort. Im Bus waren alle extrem nervös und wollten endlich ihre Gastfamilie kennenlernen. Einige wussten schon wie die Familie aussieht, andere noch nicht. Als wir endlich an die San Dimas High School ankamen wollte ich nur noch raus, meine Tasche holen und mich meiner  Gastfamilie vorstellen. Es war wirklich eine tolle Überraschung, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Meine Gasteltern haben mich sofort in die Arme genommen und mir und dem Mädchen, mit dem ich 4 Wochen lang zusammen leben sollte, das Gepäck abgenommen. Ich muss sagen, dass ich am Anfang wirklich Angst davor hatte, dass ich und das andere Mädchen uns nicht verstehen würden. Doch in Wirklichkeit sind wir gute Freundinnen geworden und ich könnte mir die schöne Zeit in Los Angeles nicht ohne sie vorstellen. Wir haben zusammen mit einer fünfköpfigen, tollen Familie gelebt: Unsere Gasteltern, die Tochter zusammen mit ihrem Mann und dem 2jährigen Sohn. Das Haus war sehr schön eingerichtet und ich hab mich sofort wohlgefühlt. Zwar hatten wir keinen Pool, doch unsere Nachbarin hatte einen, den wir jederzeit nutzen durften.

Das Wochenende war wirklich schön. Man hatte Zeit sich kennen zu lernen und sich einzurichten. Wir hatten jedes Wochenende ein Barbecue mit Freunden und der Familie. Mit den anderen Kindern, die schon lange nicht mehr zu Hause wohnen und eigne Familien haben, sind wir auch super zurecht gekommen. Mich hat am Anfang die Art der Amerikaner fasziniert. Offen und freundlich gehen sie auf dich zu und brennen darauf von Deutschland zu hören. Ich habe schon nach kurzer Zeit gemerkt, wie ich offener wurde und mich ohne jeden Zwang auch mit gleichaltrigen frei unterhalten konnte. Die Tatsache, dass ich nicht alles richtig ausdrücken konnte war kein Problem. Doch mit der Zeit fiel  mir Englisch immer leichter und irgendwann übersetzt man die Sätze automatisch im Kopf.

Wir hatten ca. 4 Tage die Woche Unterricht und dass nicht in irgendeinem Raum oder Restaurant. Wir wurden in der berühmten San Dimas High School Grammatik und amerikanische Kultur unterrichtet. Meine Lehrer waren unglaublich nett und lustig. Doch ich habe mein Englisch am besten verbessert, indem ich mit der Familie zusammen war.  

Wir haben sehr viele Ausflüge gemacht und hatten manchmal fast keine Zeit um zu entspannen. Auch schlafen kommt manchmal zu kurz aber ich habe immer gesagt: Schlafen kann ich in Deutschland. Meine drei absoluten Lieblingsziele waren Universal Studios, Alcatraz und Disneyland. Das sind Dinge, die man unbedingt gesehen haben muss. Wir haben natürlich noch so viele andere Sachen erlebt wie z.B. tolle Poolpartys, L.A. Sightseeing Tour, Strände, Angels Baseballgame, Sea World in San Diego, Barbecues, Beverly Hills, 4 Tage San Francisco, 2 Tage Las Vegas und so vieles mehr. Wir hatten auch am Anfang viel Zeit mit unserer Familie, so dass wir kleinere und größere Sachen unternehmen konnten. Religion und Kirche wird in Amerika großgeschrieben. Ich war wirklich überwältigt von der Kirche und finde, dass man wenigstens einmal in die Kirche gegangen sein sollte. Ich war auch einmal mit meiner Gastschwester in L.A. Downtown. Dort haben wir das Getty Museum besucht und waren anschließend in Beverly Hills essen. Und natürlich haben wir einen Schauspieler vorbeilaufen sehen. Taye Diggs, der in der Fernsehserie „Private Practice“ Sam Bennett spielt.

Es waren wirklich 4 wunderschöne Wochen, die ich nie wieder vergessen werde. Viele sagen, es war der Sommer ihres Lebens und in meinem Fall trifft das auch zu. Der Abschied war sehr schwer, für alle von uns und ich habe keinen einzigen gesehen, der nicht geweint hat. Doch ich werde nächstes Jahr wieder hingehen. Ich kann diese Reise jedem empfehlen, denn so eine Erfahrung macht man nicht alle Tage. Und natürlich noch ein großes Dankeschön an Team!, den besser hätte es nicht werden können.