Constantin Greif berichtet aus Dublin (England)
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Meine Vorfreude auf diese Sprachreise war nicht so riesig, da ich anfangs mit der Anmeldung nicht ganz einverstanden war. Ich musste ganz alleine nach Dublin und es war noch obendrein mein erster Flug. Ich hatte also regelrecht Angst vor diesen 2 Wochen, welche sich noch vergrößerte, nachdem ich am Frankfurter Flughafen nicht direkt einen Mitarbeiter von team! gefunden hatte. Doch schon als ich die Gastfamilie kennen lernte, wurde mir klar, was meine Mutter damit meinte, als sie mir versprach, dass mir die Reise in ihr Lieblingsland, gefallen würde.

Kurz gesagt: Die zwei Osterferienwochen waren so geil!

Ich genoss die täglichen 3 Stunden Schule, die organisierte Freizeit, die Zeit ,zu Hause bei der Gastfamilie und auch das abendliche Ausgehen mit anderen Deutschen sehr.

Das Leben mit der Gastfamilie war total unkompliziert. Die Tatsache, dass Englisch gesprochen wurde, machte mir schon am zweiten Tag nichts mehr aus, obwohl ich kein Sprachgenie bin. In meiner Familie war ich in der ersten Woche allein und wurde richtig verwöhnt. In der zweiten Woche kam ein Schüler aus Frankreich, mit dem ich mich nur auf Englisch verständigen konnte, was auch angenehm war. Gut, dass team! das so organisiert hatte. An das Essen musste ich mich erst gewöhnen, aber meine Gastmutter ging rührend auf alle meine Wünsche ein und strich Kartoffelbrei am ersten Tag von der Essensliste.
Am ersten Tag stand ich um neun Uhr auf, nahm den von der Gastmutter gerichteten Snack mit und fuhr mit einem der schönen Doppeldeckerbusse zur Schule, in die Innenstadt Dublins. Dort angekommen begann alles mit einem Test, welcher das Können der Schüler testete und uns die jeweilige Klasse zuwies. Ich war Klassenstufe ,Intermediate’ und meine Klasse bestand aus Deutschen, Chinesen, Franzosen und Indern. Wir hatten morgens und nachmittags zwei verschiedene Lehrerinnen. Wir bekamen für den Unterricht ein Lehrbuch, in dem wir jeden Tag eine Doppelseite durchnahmen.

Nach der Schule gab es jedes Mal eine Freizeitaktivität, welche aus Schlossbesichtigungen, Museumsbesuchen, Besichtigungen anderer Sehenswürdigkeiten oder Film gucken bestand.
Eine besondere Begebenheit, die mir noch gut im Gedächtnis geblieben ist, war unser Ausflug zum Strand. Drei weitere Deutsche und ich hatten uns organisiert ans Meer zu fahren. Wir fuhren also an diesem ziemlich kalten Ostertag nahezu eine Stunde mit dem Bus an den Strand zum Seapoint. Als wir dann ausstiegen, nahm uns die kalte Luft förmlich den Atem, so dass unser erster Gedanke war, sofort einzupacken und zurückzukehren. Wir haben uns erstmal an den Strand gesetzt, später dann aber all unseren Mut zusammengenommen und sind Hals über Kopf ins 15 Grad Celsius kalte Wasser gerannt, sind untergetaucht und ich bin wieder ohne meine Sonnenbrille aufgetaucht, welche ich vergessen hatte auszuziehen ;-). Das war eben der Preis für ein unvergessliches Erlebnis.

Andere schöne Erlebnisse waren: Billard spielen, der Besuch bei der Guinness Brauerei oder das Zuschauen bei einem Hunderennen.

Alles in allem haben sich die zwei Wochen auf jeden Fall echt gelohnt! Ich wurde schon am vorletzten Tag richtig traurig, weil mir klar wurde, dass das alles bald zu Ende sein würde.
Am letzten Tag sind dann nochmal fast alle Deutschen in ein sehr nobles und fast voll besetztes japanisches Restaurant zusammen essen gegangen. Uns standen an dem Abend und am Abreisemorgen die Tränen in den Augen :’-(.
Dann flog ich zurück nach Frankfurt und mit der nächsten Maschine nach Hause, nach Stuttgart. Ich vermisse die Zeit in Dublin sehr!

Ich würde allen Schülern raten den Schritt zu wagen und eine elternlose Sprachreise zu unternehmen. Da kann aufgrund der guten Organisation von team! praktisch nichts schiefgehen.

Constantin, 16 Jahre