Ann-Christin Heinrichs berichtet aus Antibes (Frankreich)
Besucht uns auf:

Der Tag war da. Ich brach mit einer Freundin zusammen nach Antibes, einer wunderschönen Stadt an der Côte d’Azur auf. Wir saßen im Flieger in und hatten beide ein mulmiges Gefühl. Zum einen lag das an meiner wahnsinnigen Flugangst, zum anderen aber auch an der Ungewissheit was uns in nach unsere Landung in Nizza erwarten würde. Als wir dann schließlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurden wir und die anderen Teilnehmer am Flughafen in Empfang genommen und fuhren mit dem Reisebus gen Antibes. In Antibes angekommen stellte sich uns die nächste spannende Frage: „ Wie wird unsere Gastfamilie wohl sein?“  Schließlich kam ein Mann von Mitte vierzig zu unserer Reiseleiterin und fragte wer  von den knapp 50 Leuten denn nun seine Gastschülerinnen für drei Wochen seien. Das waren wir. Wir wurden, natürlich standesgemäß mit Küsschen rechts, Küsschen links, begrüßt und samt unserem Gepäck, was nicht gerade wenig war, ins Auto gepackt. Mit dem typisch französischen Fahrstil  (Hupen so oft wie möglich und ein ordentliches Tempo) sind wir  zu unserem  neuen zu Hause für die kommenden  3 Wochen gefahren. Dort lernten wir unsere komplette Familie kennen: Unsere Gastmutter, unseren kleinen Gastbruder, der 10 Jahre alt war und unserem großen Gastbruder, der stolze 19 Jahre alt war. DAS gefiel uns als zwei jungen Mädels natürlich außerordentlich gut ;-) Sofort nach dem Abendessen übergaben wir unser Gastgeschenk. Dazu kann ich euch folgenden Tipp geben: Die Franzosen sind wirklich ALLE total verrückt nach HARIBO, vor allem die Kinder. Als wir dann an dem Abend schließlich im Bett lagen, wussten wir nur eins: Mit dieser Familie werden die kommenden Wochen der absolute Wahnsinn. Genauso war es dann auch.
Am nächsten Tag gab es morgens ein kleines, aber feines französisches Frühstück. Hierzu kann ich folgendes sagen: Für viele sind die französischen Essgewohnheiten eine sehr große Umstellung, da es morgens immer nur wenig zum Frühstück gibt, was die meisten von zu Hause NICHT gewohnt sind. Von daher ist es wahnsinnig wichtig, dass ihr eurer Gastfamilie bescheid sagt, wenn ihr noch Hunger habt oder ähnliches. Genauso sieht das Ganze bei Allergien aus. Ich selber habe auch eine sehr starke Erdnussallergie und hatte während des Aufenthalts keinerlei Probleme, da meine Gastmutter schon fast übervorsichtig in dieser Hinsicht war.
Nach dem Frühstück fuhren wir zu unserer Schule. Dort machten wir den Einstufungstest, um den richtigen Schwierigkeitsgrad in unserer Gruppe zu ermitteln.
Die weiteren Tage hatten wir immer von neun Uhr bis ca. 12.00 Schule. Der Unterricht war auch sehr interessant und ich habe wirklich sehr davon profitiert.
Natürlich besteht eine solche Sprachreise nicht nur aus Lernen. Wir hatten jeden Tag volles Programm, wie zum Beispiel einem Museumsbesuch, Stadtbesichtigungen und Sportangebot. Es ist also für jeden was dabei.
Zu Frankreich noch etwas: Frankreich,  vor allem zu der Côte d’Azur, ist nicht gerade billig. Ehe man sich versieht ist das Geld ausgegeben. Daher  folgendes: Teilt euch euer Geld gut ein und habt immer noch einen „Notgroschen“ im Geldbeutel.
Ich denke immer wieder gerne an diese drei Wochen zurück und würde auch morgen sofort wieder fahren ;-)
Ich hoffe, dass ich euch die Sprachreise nun schmackhaft gemacht habe, dass ihr ebenfalls so viele gute Erfahrungen wie ich sammelt und dass ihr euch immer gerne an diese Reise erinnern werdet.

Ann-Christin Heinrichs 16