Stefanie Peetz berichtet aus Hastings (England)
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Sprachreise nach Hastings

Schon am Vorabend war ich sehr aufgeregt und als mich dann meine Mutter um 5.00 Uhr in der Früh weckte, wusste ich, dass es nun so weit war. Nach einer zweistündigen Autofahrt zum Münchner Flughafen traf ich dann auch endlich einen Teil meiner Gruppe. Das Anfreunden war für mich noch nie ein großes Hindernis gewesen und deshalb habe ich mich schnell mit anderen Teilnehmern angefreundet.

Nach der Ankunft in London - Heathrow mussten wir ganze zwei Stunden warten. Doch dann die erlösenden Worte:
„Der Bus ist angekommen für die Gruppe, die nach Hastings fährt!“
Die Begeisterung machte sich breit und alle packten ihr Gepäck und versuchten zum Bus zu gelangen. Im Bus nach Hastings wurden auch schon erste Kontakte geknüpft und Handynummern ausgetauscht. So ging die Fahrt 1,5 Stunden lang. Am Treffpunkt, wo uns die Gastfamilien abholen sollten, herrschte große Unruhe.
„Zu dem möchte ich auf keinen Fall, der sieht soooo komisch aus. Und die da drüben ist auch nicht die Beste.“

Alle waren gespannt wer zu welcher Familie kommt. Natürlich war ich einer der Letzten und wurde dann auch noch zu meiner Enttäuschung vom Taxi abgeholt. Doch auf der „Heimfahrt“ sprach ich meine ersten englischen Worte auf englischem Boden. Mir wurde ganz mulmig.
„Welche Zeit muss ich dafür doch nochmal benutzen und wie heißt dieses Wort nochmal gleich?“

Dies alles schoß mir durch den Kopf, doch als ich hinhörte was der Engländer erzählte und wie, war mir egal, ob meine Grammatik nun stimmte oder nicht. Ich redete einfach drauf los und nach einiger Zeit fand ich Englisch zu reden gar nicht mal so übel.

Bei meiner Gastfamilie angekommen wurde ich erst einmal herzlichst begrüßt. Mrs. Jones, meine Gastmutter, half mir zuerst meinen 23 kg schweren Koffer ins Zimmer zu tragen und zeigte mir das ganze Haus. Ich war nicht sehr enttäuscht, als ich unser Zimmer sah, dass nur zwei Betten, ein Fenster und ein paar volle Schränke beinhaltete, da sowieso jeder sagte, dass die Zimmer meist nur das Nötigste beinhalteten. Nach dieser kurzen Hausbesichtigung gab es dann auch schon wieder Abendessen. Als ich die Küche betrat sah ich das Mädchen, das mit mir hier drei Wochen wohnen sollte. Nach dem Essen, bei dem es kein typisch englisches Essen gab, sondern nur Salat mit Schinken und ich gestehen musste, dass ich Vegetarierin bin, unterhielten wir uns noch lange Zeit. Aber irgendwann wurden Anna und ich so müde und gingen fast schon im Schlaf zu Bett.

Gleich am nächsten Morgen fing unser drei-Wochen-Programm an. Als erstes stand eine Erkundungstour durch Hastings auf dem Plan. Ich war erstaunt wie groß Hastings ist. Viele Läden gab es dort.

Dann, endlich am Montag war unser erster Schultag. Zum Glück wurden wir das erste Mal hingefahren, weil beim ersten Mal Laufen am nächsten Tag verliefen wir uns prompt. Am ersten Schultag sollte ein Einstufungstest stattfinden, da aber leider mehrere den Bus verpasst, den falschen Bus genommen oder sich verlaufen hatten, konnten wir erst 20 Minuten später anfangen. Um 12.00 Uhr war die Schule dann aus und wir rannten alle zur Busstation, da keiner 45 Minuten in die Stadt laufen wollte und deshalb gab es auch dementsprechend „Stau“ beim Einsteigen. Unten in der Stadt genehmigte sich erst mal die ganze Gruppe einen Hamburger oder etwas anderes beim Mc Donald´s. Hmmmmm! Lecker!!

Um 14.00 Uhr trafen wir uns dann wieder für die gemeinsamen Aktionen am Nachmittag, die immer bis 17.00 Uhr dauerten. So ging das drei Wochen lang. Mal passierte etwas spannendes, mal gar nichts. Doch mein erstes großes Highlight, ich denke auch für alle andern, war die Disco im fluids. Als ich abends gegen 22.20 nach Hause kam war ich ziemlich kaputt. Als ich dann aus der Dusche kam, fühlte ich mich wie neu geboren.

Ein paar Tage später, am Sonntag, ging es nach LONDON. Wir freuten uns riesig. Jeder bekam einen Stadtplan und durfte in einer Gruppe von mindestens vier Leuten in London bis ca. 16.00 Uhr shoppen gehen. Ich und noch drei weitere Mädchen suchten gleich Mal das Hard-Rock-Cafe auf.

Doch es war gar nicht so leicht. Wir mussten sicher fünf Engländer nach dem Weg fragen, doch insgesamt konnten uns nur mindestens zwei genauere Informationen sagen. Nach langem Suchen, Besuch im Hard-Rock-Cafe, shoppen in der Oxfort Street und Laufen erreichten wir auch endlich den Treffpunkt vor Madame Tussauds. Kurze Zeit später befanden wir uns auch schon im Wachsmuseum mit vielen Persönlichkeiten, wie z.B. Kate Moss, the Royal Family und andere bekannte Personen. Nach zwei Stunden Besichtigung -es war einfach soooooo spannend- waren wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Beim zweiten Besuch, bei dem nur die Teilnehmer mitgekommen sind, die drei Wochen bleiben, haben wir das London Eye besichtigt. Vom höchsten Punkt hatte man einen phantastischen Ausblick über den Buckingham Palace, den Hyde Park, River Thamse und anderen bekannten Gebäuden. Anschließend wollte ich noch mit einem Teilnehmer und unseren zwei Lehrern ins London Dungeon gehen. Doch da die Wartezeit zwei Stunden betrug und die Überredungskünste von Michaela mangelten, machten wir einen kurzen Abstecher zu Starbucks und Mc Donald´s. Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir dann auch schon wieder mit der Underground zurück, wo wir alle anderen wir trafen. Natürlich erzählten wir, dass unser Ausflug sehr interessant war, da wir London von unten gesehen hatten. Da lachten alle und gingen gemeinsam mit uns zum Bahnhof, von dem wir nach Hastings zurück fuhren.

So vergingen drei Wochen mit Schule, Freizeitprogamm und Besuchen in Canterburry, London und Brighton.

Leider muss ich an dieser Stelle zwei Wochen vorspringen, denn sonst würde ich noch fünf Tage an diesem Text sitzen, aber es wird wirklich nieeeee langweilig, da der Ausflug für drei Wochen einfach sehr spannend war. Aber andere erzählen dir bestimmt noch mehr von Hastings. Klick dich doch einfach mal durch die Homepage von team! und suche dir noch andere Geschichten heraus. Für mich wird es auf jeden Fall ein unvergeßliches Erlebnis bleiben!