Sabrina Penkwitt berichtet vom Mile End College - London (England)
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Meine Sprachreise nach London sollte meine erste Sprachreise und somit auch meine erste Reise alleine sein. Natürlich war ich aufgeregt als es sonntags dann endlich los ging. Aber ich muss sagen, dass wirklich alles bestens geklappt hat.
Nachdem ich in England gelandet war und mein Gepäck hatte, warteten auch schon drei Personen auf mich, einer davon war mein Fahrer. Als ich nach einer 1,5 stündigen Fahrt im College ankam, wusste ich zunächst nicht, wo ich hin sollte, da ich zum allgemeinem Empfang geschickt wurde und nicht zu Embassy. Doch als ich endlich das Embassy- Büro gefunden hatte, wurde ich freundlich aufgenommen und mir wurde mein Zimmer gezeigt. Ich wohnte im Haus „Creed Court“ im zweiten Stock. Die Wohnung hatte sechs Einzelzimmer mit Bad, außerdem gab es auch noch eine Küche, die man als Gemeinschaftsraum benutzen konnte, da in ihr ein großer Tisch und Stühle standen. Die Bäder waren nicht sehr groß, die Dusche füllte mehr oder weniger den ganzen Raum aus und man war nur durch einen Vorhang von Toilette und Waschbecken getrennt.

Was mich zunächst verwirrte, war, dass ich Widererwarten mit Deutschen diese Flat bewohnte. Dies lag daran, dass alle anderen Studenten schon in einer Gruppe angereist kamen und nicht wie wir Deutschen alleine dort hinflogen. Jede von diesen Gruppen hatte einen sogenannten Groupleader. Viele hatten jemanden aus ihrem Heimatland als diesen schon dabei, für uns Deutsche stand ein Staff aus Köln zur Verfügung, der Andre hieß. Es gab auch noch Louise die sich um uns kümmerte und auch ein wenig deutsch verstand, da sie es studierte.

Das Essen war nicht sehr lecker, muss ich ehrlich sagen, doch gab es jeden Tag ausreichend Obst. Morgens bekam man immer Croissants und Müsli, ab und zu wurde auch mal ein „typisch Englisches Frühstück“ mit Ei und Speck zubereitet. Mittags sowie abends gab es immer warm, darunter Fisch, Vegetarisch und „normales“ Essen. Was mich allerdings sehr störte, war die Tatsache, dass wir anfangs nur von Papptellern und Plastikbesteck essen durften, erst später bekamen wir ordentliches Essgeschirr. Natürlich gab es auch Essenszeiten und wir speisten in einer Kantine.

Ausflüge tätigten wir immer in der deutschen Gruppe mit einem oder mehreren Staffs. Meist waren auch noch andere ausländische Gruppen mit uns unterwegs. Das Programm konnten wir am Anfang der Woche gemeinsam von einem Zettel, auf dem stand was in dieser Woche angeboten wurde, auswählen. Darunter befanden sich Trips in verschiedene Ort und verschiedene Plätze. Unter 18-jährige durften das Campusgelände allerdings niemals alleine verlassen und ab 23 Uhr wurde man von einem Security- Mann auf sein Zimmer geschickt. Abends fand eigentlich immer irgendein Programm wie Disco oder Football statt. (Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich nie sportlich beteiligt habe in diesen zwei Wochen).
Samstags wie sonntags machten wir Ganztagsausflüge, da wir an diesen Tagen keinen Unterricht hatten. Unterricht hatte man eine Woche vormittags und eine nachmittags, immer im Wechsel. Das Freizeitprogramm wurde dementsprechend am freien Tagesabschnitt durchgeführt. Wir hatten dann immer 90 Minuten Unterricht, eine halbstündige Pause und dann nochmals 90 Minuten Unterricht, allerdings bei einem anderen Lehrer. Durch einen sogenannten Einstufungstest am Montagvormittag wurden wir in unsere Klassen eingeteilt. Hier wurde man dann auch mit anderen Nationalitäten gemischt und ich hatte das Glück als einzige Deutsche in einer Klasse zu sein.

Bevor wir abreisten erhielten wir alle ein Zeugnis, auf dem wir benotet wurden. Sobald jemand sich nicht gut fühlte, wurde er von den Aktivitäten sowie vom Unterricht freigestellt und wenn es mal jemanden sehr schlecht ging wurde im Notfall auch der Arzt gerufen. Als ich dann wieder abreisen musste war ich sehr traurig und wäre am liebsten noch länger geblieben, aber alles geht einmal zu Ende.

Mit der Reise war ich sehr zufrieden, ich habe viel gelernt, viel von England gesehen und viele neue, auch internationale Freunde gefunden (wie z.B. Schüler aus Italien, Russland, Kroatien, usw.) Ich würde so eine Reise auf jeden Fall wieder machen und kann es nur empfehlen, da der Lerneffekt um so größer ist, wenn das Lernen Spaß macht, und das hat es im Mile End College 100%!

Sabrina Penkwitt