Hendrikje Hofmann berichtet von der Kingswood Hall - Kingswood Hall College (England)
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 Kingswood Hall College

Dies war zwar nicht meine erste Sprachreise nach England, aber die erste über die Organisation Team-Sprachreisen. Mein Fazit: es hat sich gelohnt!!! Die drei Wochen in Kingswood Hall waren einfach unglaublich toll.

Aber zunächst mal von Anfang an.

Wie gesagt, ich war bereits in den Sommerferien der vergangenen zwei Jahre in einem englischen College. Da ich dieses Jahr nicht noch einmal in das gleiche College wollte (nicht weil es mir dort nicht gefallen hat, sondern einfach um mal was Neues zu sehen) hab ich mir zusammen mit meiner jüngeren Schwester (14) auf der Homepage von Team-Sprachreisen ein College ausgesucht. Wir wollten wieder möglichst in der Nähe von London sein, denn in dieser Umgebung kann man erfahrungsgemäß am meisten erleben.

Am Sonntag ging es dann los. Der Flug zum City-Airport London und die Fahrt zum College haben problemlos geklappt.

Der Fahrer sagte, dass wir uns im Office melden sollen und dann sind wir abmarschiert. Im Gebäude wurden wir sofort von anderen Jugendlich begrüßt, die ganz neugierig auf die Neuen waren. Wir erhielten dann unsere Schlüssel und wurden von unserer Group-Leaderin zu unseren Zimmer gebracht.

Auf dem Collage-Gelände befindet sich zum einen das typisch englische Haupthaus mit Klassenräumen, activity room, office und dining hall sowie vier oder fünf große Häuserblocks, mit Wohnungen in denen jeweils acht Einzelzimmern sind. Ein Zimmer für sich allein mit einem eigenen, kleinen Bad ist für ein College wirklich absoluter Luxus und ich war angenehm überrascht.

 

Am Montagmorgen fanden nach dem Frühstück die Einführung und der Einstufungstest statt. Zuerst erklärte man uns die Grundregeln und dann bekamen wir einen Fragebogen. Es gab Ankreuzaufgaben, Sätze, in die man fehlende Wörter eintragen musste und zum Schluss sollte man noch einen kurzen Text schreiben. Dann wurde ein Gespräch mit einem der Lehrer durchgeführt, dem wir uns vorstellen und über unsere Interessen erzählen sollten.

Die Einteilung in die Klassen ist meiner Meinung nach gut organisiert. Ich fühlte mich in meiner Klasse jedenfalls wohl.

Montag bis Freitag findet Unterricht statt. Man hat jeden Tag zwei Stunden à 90 Minuten und zwischendurch 30 Minuten Pause. Zwei Lehrer unterrichten, die sich jede Stunde abwechseln. Der Unterricht macht viel mehr Spaß als der Schulunterricht in Deutschland, weil man einfach deutlich mehr redet und Grammatik eher spielerisch anwendet und festigt. Freitags standen meist lustige Sachen wie Märchen ausdenken und vorspielen oder einen englischen Film gucken auf dem Programm.

Man wechselt jede Woche zwischen morning class und afternoon class. In der Zeit, in der man dann keinen Unterricht hat, finden activities statt.

Ich war wirklich begeistert von dem umfangreichen Freizeitangebot in Kingswood. Dienstags und donnerstags fanden Halbtagsausflüge statt. So waren wir in Oxford, Windsor und mehrfach in London. Die Bootstour auf der Themse ist wirklich empfehlenswert! In Hampton Court durften wir in der Residenz von Henry VIII. einige der königlichen Gemächer ansehen.

Samstag und Sonntag gibt’s dann Ganztagsausflüge, wobei Sonntag optional ist, das heißt, man kann auch im College bleiben. Wählt man eine eigene Tour, muss man für den Zug/Bus sowie den Eintritt zusätzlich selbst bezahlen. Es war aber nicht viel.

Ganztagsausflüge gingen zum Beispiel nach:

Ø  Cambridge - College/Stadt angucken und shoppen

Ø  London – Camden Town ist ein absoluter Geheimtipp!!! Das ist ein riesiger Markt im Norden von London, da bekommt man eigentlich alles und auch ziemlich billig. Das muss man mal gesehen haben.

Ø  London – Walking Tour und Oxford Street

Ø  Brighton war einfach wunderbar: Sonne, Strand, Meer – Brighton ist einfach eine tolle Stadt.

 

Jede Nationalität hat einen so genannten Group-Leader, zu dem man immer mit Problemen/Fragen kommen kann. Unsere Miriam war ein wirkliches Organisationstalent. Dank ihr durften wir (meine Schwester, noch zwei Freunde und ich) einen Nachmittag mit dem Bus nach Windsor shoppen, ins Kino oder alleine nach Windsor in die Schwimmhalle fahren. Außerdem sind wir einen Abend mit ihr und noch zwei weiteren Staffs nach London ins MusicalWe Will Rock You angesehen. Das hat wirklich gerockt. Einfach ein tolles Erlebnis. gefahren und haben uns

Wenn mal keine Ausflüge anstanden, winkten zahlreiche sportliche Höhepunkte. So konnte man Tennis spielen oder zwei Minuten zum Sportplatz ganz in der Nähe laufen und dort Rugby, Rounders oder andere Spiele spielen.

Jeden Abend gab es eine andere Aktivität. Einmal pro Woche gab es einen Karaoke-Abend. Das war ein Riesenspaß, weil das College mit guter Technik und einer großen Auswahl an Songs ausgestattet ist. Montag und Freitagabend war Disco-Night, immer themenbezogen z.B. Pyjama-, Cross-Dressing-, Crazy-Hair- oder Mask-Disco.

Jeder Tag war ein Erlebnis. Die Zeit verging wie im Fluge. Ein Collegeaufenthalt bietet die Möglichkeit, schnell Freunde zu finden. Was ich besonders toll fand, war, dass Betreuer, Lehrer und auch Manager und Leiter des Colleges sehr jung waren. Die Staffs waren zwischen 18 und 25 Jahren alt. Sie ließen sich auf unsere Späße ein und machten jeden Blödsinn mit. Die gefürchtete englische Strenge und altmodische Steifheit fehlte mir nicht.

Englisch haben wir natürlich auch viel gesprochen, zum einen im Unterricht, aber auch um uns mit Leuten aus anderen Nationen wie beispielsweise Frankreich, Russland, Spanien, Portugal oder Montenegro zu unterhalten. Ich wurde vor allem deutlich sicherer im Redefluss und Sprachumgang, was ja eigentlich das Wichtigste beim Erlernen einer Sprache ist.

Zum Essen: also prinzipiell war das Essen recht gut. Man muss eben bedenken, dass Engländer einen anderen Geschmack haben, der nicht unbedingt jedem zusagt. Die Mahlzeiten waren jedoch streng portioniert, so dass ich vor allem morgens von zwei wabbeligen Toasts mit Honig und einer Schüssel mit 35g Cornflakes nicht wirklich satt wurde und schon immer hungrig auf das Mittagessen gewartet habe. Aber alles in allem war es doch in Ordnung.

Nach drei aufregenden Wochen musste ich dann leider Abschied nehmen. Ich wäre gerne noch länger dort geblieben. Wegen der Streiks von Lufthansa machten wir uns während des Aufenthaltes über die anstehende Rückreise Sorgen. Aber obwohl zu der Zeit, als wir abreisen wollten einige Flüge gestrichen wurden, hat bei uns alles geklappt. Für zwei Freundinnen wurde sofort ein Ersatzflug zwei Stunden früher gefunden → Lob an die Organisation.

So eine England-Reise ist wirklich empfehlenswert, nicht nur, weil man sein Englisch verbessert, sondern auch wegen den vielen Erfahrungen und Erlebnissen und nicht zu vergessen, wegen der neuen Freunde, zu denen der Kontakt hoffentlich nicht so schnell abreißen wird.

 

Hendrikje Hofmann (16)